Archive for the ‘Bibliotheksdinge’ Category

Kultur am WE

8. September 2009

Am Wochenende war KULTUR angesagt, Samstag Besuch im hübschen Städtchen Colmar. Die bibliothèque municipale hat nach eigenen Worten 2700 Inkunabeln – leider kann man davon keine sehen, es gibt keine kleine Ausstellung oder dergleichen … dennoch hat die Bibliothek viel Charme, da sie in einem ehemaligen Kloster inkl. Kreuzgang untergebracht ist. Sie wird auch – nach letztem Samstag zu beurteilen – von den Bürgerinnen und Bürgern fleissig genutzt. In Wikipedia steht, es wären über 2300 Inkunabeln, hm. Die „echte“ homepage der Bibliothek kann ich nicht finden, dafür ist sie in vielen Internet-Verzeichnissen drin.

Geht das eigentlich nur Walin2 so, dass man häufig vor lauter Verzeichnissen, heissen sie nun Mr. Wong oder quype alles Mögliche findet, nur nicht die Homepage der gesuchten Institution? Besonders nett sind ja die automatisch hergestellten Treffer, in denen der Suchbegriff scheinbar in so einem Verzeichnis auftaucht. Nach dem Anklicken wird einem dann mitgeteilt, dass dieses Verzeichnis nun leider doch nichts zur gesuchten Quelle hat, aber vielleicht ist man ja interessiert am Wetter in Colmar, oder an billigen Hotels in Colmar oder den besten Restaurants. (Nein, und nochmals nein).

Naja, bis jetzt hab ich ja immer alles gefunden und sicher wäre die Nutzung anderer Suchmaschinen als in diesem Fall unser aller g…  auch schon mal ein guter Anfang. Aber wenn es doch eigentlich schnell gehen soll …

 

Mit KULTUR ging es in Colmar jedenfalls weiter, im Musée d’Unterlinden, welches nicht nur mit seinem ebenfalls sehr schönen Kreuzgang beeindruckt. Beeindruckend waren auch die vielen Gruppen von amerikanischen Touristen.

Und am Sonntag ging es mit einem Museum in der Schweiz weiter, diesmal  Kunst der Kelten im Historischen Museum Bern, wobei man gleich die neuen Ausstellungsräume des am 5.9.2009 mit einem Tag der offenen Tür eröffneten Anbaus mit besichtigen konnte. Die Objekte beeindrucken sehr, walin2 fand hingegen die Fokussierung auf das Thema Kunst mit der Zeit etwas ermüdend für Laien. Die Entwicklung der verschiedenen Ornamentstile ist spätestens nach 1 Stunde dann doch etwas langatmig. Schon wieder Blattornamente oder waren es jetzt Blumen … Ein Besuch lohnt sich aber trotzdem auf Grund der gezeigten Objekte.

Brotkrümmel

30. Juni 2009

Mit Flickr ist Bibliomuse nicht weiter (und auch mit 13 Dinge nicht), dabei startet schon heute das neue Lernprogramm Bibliothek 2.009 …

Dafür habe ich mir Gedanken über Brotkrümmel gemacht – nicht die, die von alten, unverbesserlichen Ladies im Park an Tauben verfüttert werden (Kommentar von Herrn Kreisler dazu siehe den Youtube-Film).

Sondern: Brotkrümmel in Büchern. Bei mir persönlich handelt es sich eher um Schokoladenkrümmel, aber früher scheint es ein echtes Problem gewesen zu sein – das mutwillige Einbringen von Brotkrümmeln in den Bücherfalz.
Dies legt jedenfalls folgendes Klebeetikett aus einem alten schweizer Schulbuch nahe.
Brotkrümmel

Berufskleidung einer Bibliothekarin

22. Mai 2009

Habe von einer Demo gelesen, auf der Personen in verschiedenen Berufskleidungen Flyer verteilen sollen (es geht um Diskriminierung am Arbeitsplatz). Als Beispiele wurden Köche, Polizisten und Maler genannt. Seitdem grüble ich darüber nach, wie die Berufskleidung einer Bibliothekarin aussieht? Mal abgesehen von dem Dutt, denn alle unter 50 sowieso nicht mehr mit irgendeinem Beruf in Verbindung bringen? Library_Mistress hat dankenswerterweise auf flickr folgenden Tipp hinterlassen. Könnte ein Staubtuch helfen, Ohrringe aus Miniaturbüchern (eher Buchbinder), ein Bleistift? Eine Anstecknadel aus einem ausgemusterten USB-Sticker oder – hochaktuell eine Handtasche, mit einem eingearbeiteten kindle-Bildschirm … oder  doch ein T-Shirt mit dem obligaten Spruch: Ask a librarian?

Immer mal wieder …

11. Mai 2009

erwacht hoffentlich dieser Blog zum Leben oder Bibliomuse aus dem Tiefschlaf, der natürlich kein echter Tiefschlaf ist. Inzwischen wechselte ja alles auf die 13Dinge und da unsere Praktikantin damit lernt und übt, ist Bibliomuse auch mal wieder da.

Zurzeit suche ich Informationen über WorldCat, die Schweizer Verbünde haben einen Vertrag mit WorldCat über ihre Datenlieferung geschlossen. Und dann gibt es da noch das Projekt der SwissBib, von den geplanten Funktionen her so etwas wie ein CH-WorldCat (aus meiner unwissenden“Perspektive.) Ich frage mich nach dem zukünftigen Verhältnis innerhalb der IDS-Verbünde dieser „Produkte“.

Eugen Diederichs

13. August 2008

Bibliomuse schläft einen Sommerschlaf … oder war sie einfach in den Ferien?

Zur RSS- Lerneinheit hat es noch nicht gereicht, aber damit das hier nicht völlig einschläft …

Gerade ist Bibliomuse an Bänden aus der Reihe „Monographien zur deutschen Kulturgeschichte“, die im Verlag von Eugen Diederichs erschienen sind. Die Titelblätter wurden von Johann Vincenz Cissarz gestaltet. Auf jedem Titelblatt findet man auch einen sitzenden Löwen oder, wie wir in der Publikation „Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker“. Bd. 6, Berlin/Eberswalde 1908 auf Seite 1069 lesen können:

Der heute weit und breit bekannte und rühmlichst genannte Verlag von Eugen Diederichs in Jena entstand 1896 in Florenz und führt daher den Marzocco des Donatello im Wappen, der freilich nicht nur eine rein äusserliche Anknüpfung sein soll. Der eigentliche Geburtsort des Verlages ist der Malatesta-Tempel in Rimini, wo die humanistische Lebensauffassung in der Kunstsprche des Innenraums wohl am eindringlichsten die christliche Lehre zu einem Kultus des Schönen und der Liebe umgewandelt hat.

 

Korrektur zu Mannheim

10. Juni 2008

Der Vortragende bei der OPL-Veranstaltung auf dem Bibliothekartag Mannheim hiess natürlich Lambert Heller mit „e“ (und nicht Herr Haller). Vielen Dank für die Korrektur an ES und eine Entschuldigung an Herrn Heller.

Herr Heller hat seinen Vortrag mit Buffy, der Vampirjägerin gewürzt und mehr darüber erfährt man hier auf seinen Folien. Und – falls interessiert, kann man hier auch den Begriff des „Steward“ nachlesen. (ich kann das gerade nicht, weil auf meinem Arbeits-PC kein Flash Player 9 or above installiert ist und ein download gesperrt ist, daher verweise ich auf die Folien, die durch den Einstieg mit Buffy sehr vergnüglich sind).

Und hier noch die Links zur aktuellen Sonderausstellung im Landesmuseum für Technik und Arbeit „Macht Musik“ und zur Bibliothek dieses Museums.

Zur Lerneinheit RSS bin ich leider noch nicht gekommen (ich hinke wohl ziemlich hinterher), aber nach einer Woche Abwesenheit gibt es halt ersteinmal viel zu tun.

 

Mannheim zu meinem Schluss

5. Juni 2008

Heute nachmittag nehme ich Abschied vom Bibliothekartag.

Die Führung gestern in der Bibliothek des Landesmuseums für Technik und Arbeit hat mir gut gefallen, Kompliment an Frau Nolte. Was sie dort an leistet hat mich beeindruckt und mir auch schon wieder ein, zwei Ideen für meine Arbeitsstelle gegeben. Ihre Vorgesetzte, Frau Dr. Roth, hat uns empfangen und ich hoffe, unser Besuch bzw. die Tagung haben einen guten Eindruck hinterlassen …

Super war die Idee, der Gruppe anschliessend noch die derzeitige Sonderausstellung zu zeigen, eine Übernahme der DASA namens Macht Musik. Eine Hands-on-Ausstellung im wahrsten Sinne des Wortes. Ein „Musikdorf“ mit verschiedenen Räumen zu verschiedenen Musikthemen wie z.B. „Quartet“ oder „Musikproduktion“ in denen freundliche Tutoren alles erklärten und dann konnte man selber loslegen, ob auf dem Kontrabass oder auf der E-Gitarre … Es gibt sicher einen Link zu der Ausstellung, aber die Schlange vor den PCs im Kongresszentrum ist auch heute lang, daher suche ich jetzt nicht, sondern reiche das nach.

 

Heut nachmittag war ich auf einer OPL-Veranstalltung, wo Herr Haller von der TIB Hannover einen Vortrag über Communities und Social software als tools für Communities hielt. In der anschliessenden Diskussion kam teilweise die Meinung auf, wofür man dies braucht,  vor allem bezogen auf Blogs, letztendlich sei dies doch oft Geplauder (oder Geschwätz). Herr Haller betonte, es handele sich um tools für communities, nicht um communities selber und ob die Nutzer z.B. einer OPL dies nutzen oder sich im Netz ganz woanders tummeln, darum gehe es erstmal nicht, sondern darum, den Umgang mit diesen tools zu lernen.

Ich bin ja immer noch leicht gespalten, bzw. habe für mich selber noch nicht alles durchdacht. Wikis und solche Einrichtungen wie slideshare finde ich unmittelbar nützlich, bei Blogs weiss ich es eben noch nicht wirklich.

Vielleicht bin ich eben kein „steward“, einen Begriff den Herr Haller einführte und dessen Definition ich auch noch nachreiche (bzw. den link auf slideshare mit den Folien von Herrn Haller). 

Jetzt werde ich mich noch aufmachen und die neusten Modelle von Bücherwagen ansehen, unser Schreiner im Haus hat mir versprochen, einen zu bauen und ich brauche Vorlagen für ihn. Interessant, dass ein so grundlegend simples Produkt (Regalbretter und Rollen untendrunter) immer noch weiter entwickelt wird. Aber wer wie ich an allen Arbeitstagen solche Wagen bedient, weiss um die Tücken.

Ich fahre anschliessend in eine ganz internetfreie Zone um mich dann ab nächster Woche der RSS Einheit zu widmen, wünsche allen ein schönes Wochenende und bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen aus Mannheim und von den Verbänden für ihre Arbeit für den Bibliothekartag 2008.

Bibliothekartag

4. Juni 2008

Der Bibliothekartag macht mir grossen Spass, jedenfalls nachdem ich jetzt das ziemlich unübersichtliche Gebäude einigermassen verstanden habe.

Mir scheint, dass etwas weniger los ist als früher, aber der Eindruck kann natürlich täuschen. Ich sammle fleissig Prospekte und Infos der Anbieter, von säurefreien Verpackungen für Fotos und Dias bis zu Werbematerialien von Zeitschriftenlieferanten (überlege, den unseren zu wechseln). Ausserdem gehe ich heute auf eine Führung in das Landesmuseum für Technik und Arbeit (kleiner Kritikpunkt: die Strassenbahnhaltestelle zur jeweiligen Adresse hätte im Programm vielleicht auch noch Platz gehabt … – in Zeiten von Internet und Google Earth braucht das niemand mehr? Die 8 frei zugänglichen PCs im Kongresszentrum sind permanent besetzt).

Ansonsten habe ich frühere Kolleginnen und Kollegen getroffen und ebenso Freundinnen und Freunden von meiner Fachhochschulzeit und all die Gespräche von „was machst Du jetzt“ wirbeln in meinem Kopf ganz viele neue Ideen herum – das ist einer der Hauptpunkte warum ich so gerne auf Bibliothekartage fahre.